Bodo Zinser

 Radikaler Konstruktivismus


  Eingehende Betrachtung einer besonderen philosophischen Idee

 
 
Was ist Wirklichkeit?
 

Dies ist eine alte Frage der Menschheit. Religionen, Philosophien, spirituelle Bewegungen und Wissenschaften haben darauf nicht nur in Abgrenzung zu den jeweils anderen Disziplinen unterschiedliche Antworten, sondern auch in jedem System selbst gibt es meist mehrere. Das Konzept Maya ist in den meisten asiatischen Religionen und spirituellen Bewegungen vorhanden mal mehr oder weniger ausgeprägt. Spirituelle Lehrer sehen die Welt als Erscheinung, als Traum, als Illusion an, ein Bereich, der höchst wandelbar und darüber hinaus noch vergänglich ist. Mit einer einfachen Definition können wir sagen, dass ein "Durchblicken" dieser Wirklichkeit Erleuchtung bedeutet. Meist ist das Konzept der Erleuchtung auch damit verbunden, dass dieser Zustand mit Ego-Losigkeit oder gar Ich-/Selbst-Losigkeit einhergeht: "Wir sind alle eins, jede Trennung ist eine Illusion". Die neuen Advaita-Lehrer gehen sogar so weit, dass sie sagen, Erleuchtung ist eigentlich in jedem vorhanden und die reine Erkenntnis dessen, dass jeder schon erleuchtet ist, ist eben Erleuchtung. Dies ist erst einmal ein intellektuelles Konzept. Meinem Verständnis nach ist Erleuchtung aber mehr als die intellektuelle Akzeptanz dieses Konzepts, sondern die direkte Erkenntnis, die unmittelbare Erfahrung und Realisierung dieser dieses Bewusstseinszustandes ("wir sind alle eins") gehört dazu.


Wirklichkeit als eine Illusion?

 

Den Stuhl, auf dem ich sitze, als Illusion, als nicht wirklich, zu betrachten, kommt mir unrealistisch vor, denn ich kann ihn ja sehen, auch darauf sitzen, mich daran stoßen, andere bestätigen mir, dass der Stuhl vorhanden ist, und die Wissenschaft kann ihn objektiv vermessen. Also muss das ehrwürdige und überlegenswerte Maya-Konzept oder die Vorstellung, dass die Welt ein Traumgebilde ist anders verstanden, anders interpretiert werden. So total wörtlich darf man es nicht nehmen, dachte ich früher.

Das Anfreunden mit dem Maya-Gedanken spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab:

Die wissenschaftliche Forschung sagt uns, dass die Welt, wie wir sie wahrnehmen, so nicht sein kann. Die Materie ist was jegliche Vorstellung sprengt in einem ungeheuerlichen Maße leer und scheinbar feste Partikel (Atome) zerbröseln in immer kleinere Teilchen, die nicht zu packen sind. Diesen Teilchen liegen Quantenzustände zugrunde, welche sich wiederum als Energiestrukturen und Wahrscheinlichkeitsfelder und vielleicht sogar als reine Information herausstellen.

Unsere Wahrnehmung gaukelt uns etwas vor, was so nicht vorhanden ist. Wir fühlen Materie und ihren Widerstand, nehmen sie als fest wahr, wo doch ungeheuer schnelle und verwirrende Vorgänge stattfinden. Wir sehen dabei Strukturen und Farben, die so dort nicht vorhanden sind. Seltsamerweise ist ein Gegenstand, der intensiv rot leuchtet, alles andere als rot, denn die Farbe, die er eigentlich hat, die zu ihm gehört, ist nicht rot, denn die Röte weist er von sich. Und die Qualität rot ist weder am Gegenstand noch in den Strahlen, die unser Auge erreichen, vorhanden, sondern höchstens Schwingungen in einem bestimmten Spektrum. Wir hören Töne, welche eigentlich umgesetzte Druckwellen der Luft oder andere Schwingungen darstellen hoch und tief, laut und leise, und manchmal in einer wunderbaren Symphonie zusammengefügt. Das eigentümliche Rätsel, ob ein Baum, der unbeobachtet umfällt, ein Geräusch macht, muss eindeutig mit nein beantwortet werden, denn der Baum macht nie ein Geräusch. Und wir schmecken und riechen viele Stoffe, wobei eigentlich nüchterne, chemische Prozesse vonstatten gehen. Des Weiteren haben wir Empfindungen, Gefühle, innere Wahrnehmungen, Bewusstsein, was alles eine ganz andere Qualität hat als die vermuteten, korrespondierenden, physikalischen und chemischen Vorgänge. In der Philosophie spricht man von "Qualia". Über diese Art der Illusion besteht mehr oder weniger ein wissenschaftlicher Konsens.

Als zusätzlich sehr wichtiger, illusions-schaffender Punkt kommt hinzu, dass unser Denken und unser Verstand eine Eigendynamik entwickelt haben, die wir im Allgemeinen nicht bemerken und wir meist auch nicht vermeiden können. Wer merkt schon, dass er täglich ca. 50.000 Gedanken denkt? Größtenteils völlig banale, routinemäßige, automatische Gedankenfetzen, die wir als unser gewolltes Eigenprodukt empfinden. Selbst wenn wir die Willensfreiheit nicht völlig ad acta legen was in der modernen Psychologie und Neurologie gang und gäbe ist ist es eine Illusion zu glauben, dass ein wirklich freier Wille auch nur mehr als einen Bruchteil unserer Handlungen bestimmt. Getrieben von unbewussten Wünschen, Begierden, Befürchtungen, Ängsten vollzieht sich unser Alltagshandeln. Hinzu kommen noch Glaubenssätze verschiedener Art ("das schaff ich nie"), die immer wieder bestimmte Denkmuster aktivieren und uns in eingefahrenen, oft auch sehr unangenehmen Denkschienen gefangen halten. Im Extremen sind das krankhafte Zustände wie Neurosen, Psychosen, Depressionen, Halluzinationen.

Es ist, als ob unsere Wahrnehmung einerseits an das Gerüst der Konditionierungen durch Elternhaus, Erziehung, Schule, Religion und nationale Kultur gefesselt ist, andererseits die wirklichen Motive unseres Verstandes im Dunklen liegen und überdies die Wahrnehmung nur durch eine dicke und bemalte Milchglasscheibe erfolgt. Das Höhlengleichnis von Plato lässt grüßen. Durch Konditionierung und Glaubenssätze erfährt jeder die Welt, die Umstände, die Begebenheiten, die Widrigkeiten, die genau zu seinem Weltbild und seinem inneren Rüstzeug passen. ("Was dem enen sin Uhl, is dem and'ren sin Nachtigall".) Eine Überwindung dieser "hausgemachten" Illusion ist möglich durch Meditation und gezielte Introspektion, welche durch das Licht des Bewusstseins die vielen Schleier auflösen. Den dann erreichten Zustand bezeichne ich als "Klares Sehen", "luzides Wachsein" oder als Erwachen, denn tatsächlich fühlt sich der Zustand so an, als sei man vom Schlaf der täglichen Wachtrance in ein überwaches Gewahrsein aufgewacht.

In spirituellen, esoterischen Kreisen kommt noch folgende Auffassung hinzu: Neben dem, was man direkt als relative, objektive, materielle Welt wahrnimmt, gibt es einen Bereich des Absoluten: Das Tao, das Brahman, das Numinose, der Urgrund. Durch tiefe meditative Versenkung Samadhi kann man einen Geschmack davon bekommen. Des Weiteren gibt es feinstoffliche Bereiche, die sozusagen zwischen der grobstofflichen, materiellen Ebene und dem Absoluten liegen: beim Menschen sind dies ein bioenergetischer Körper, ein Astral- und ein Mentalkörper, die Seele. Das sind Bereiche und Vorstellungen, die gemeinhin wissenschaftlich nicht anerkannt werden, aber für mich durch Erfahrungen in der Meditation und Methoden der Introspektion zweifelsfrei vorhanden sind. Nach spiritueller Auffassung lebt man, wenn man die Wirklichkeit dieser feinstofflichen und transzendenten Bereiche nicht kennt, in Illusion.


Wirklichkeit und Illusion in früherer Sicht

 

Zusammenfassend spielte sich für mich die Illusion auf mehreren Ebenen ab: Materie an sich gab es nicht, hinter unseren Wahrnehmungen steckten ganz andere physikalische, chemische Vorgänge, es gab mehr zwischen Himmel und Erde, als sich unsere Schulweisheit träumen ließ und die allermeisten Menschen hatten eine Glück oder Unglück evozierende Bewusstseinsbrille auf. Das ist im Großen und Ganzen das, was ich die früheren Jahre als Maya, als Illusion, als Traumwelt angesehen habe.

Trotz all dieser mehr oder weniger anerkannten Illusionen hatte damals die Wirklichkeit zusätzlich eine Komponente, die ich als real ansah. Durch unsere Sinne und Wahrnehmungen erhalten wir, so meinte ich, ein Abbild der Wirklichkeit ein Abbild, das zwar verschleiert und sehr verzerrt ist und von Scheinrealitäten überlagert wird, aber unsere Sinne bemühen sich nach bestem Vermögen, doch irgendwie ein relativ gutes Bild der Wirklichkeit wiederzugeben. Und vor allen Dingen hatte dieser Teil der Wirklichkeit einen objektiven Charakter. Wenn ich mich hier in Deutschland aufhielt, dann existierte Australien dennoch gleichzeitig, wenn ich mich in meine Kammer zur Meditation zurückzog und die Augen schloss, blieb der reale Anteil der Welt bestehen, mein Auto war nicht weg. Und wenn ich nachts ohne Wachbewusstsein im Bett lag, dann war dennoch die Welt vorhanden. Ja selbst, wenn alle bewussten Wesen der Erde und im weiteren Weltall ausgelöscht worden wären, wäre dennoch zumindest die materielle Schlacke des Universums übrig geblieben, vielleicht sogar astrale und mentale Überbleibsel.


Radikaler Konstruktivismus

 

Der Radikale Konstruktivismus, den ich Ende 2005 kennen lernte, ist der Auffassung, dass wir uns die Wirklichkeit, vielleicht sogar die Welt selbst konstruieren. Das, was wir als Wahrnehmung von der Welt übermittelt bekommen, ist kein ziemlich gutes Abbild, sondern es ist eine kreative Konstruktion unseres Gehirns (zum Gehirn später mehr, da wird diese Instanz auch infrage gestellt). Von der neuro-physiologischen Forschung wissen wir heutzutage, dass unser Gehirn eigentlich gar keine Ahnung von der Welt haben kann. Die Wahrnehmungen, die in unserem Gehirn ankommen egal über welche Sinne haben eine ziemlich einheitliche Struktur. Sie werden als Signale kodiert, nicht als Bilder, nicht als Töne, nicht als Berührungen. Optische Signale, wenn sie einmal in den Bereich der Neuronen gelangt sind, lassen sich physiologisch und messtechnisch nicht von akustischen unterscheiden, und diese nicht von taktilen oder olfaktorischen. In der Großhirnrinde pflanzen sich nur noch Myriaden von gleichartigen Impulsen fort, in der Regel noch nicht einmal in der Stärke unterschiedlich, sondern nur in der Frequenz: Sie alle kommen gleichartig als Tick-Tick-Tick... an.

Unsere Gehirnrinde weiß nichts von der wahren Natur der Signale: optisch-elektromagnetische Wellen, akustische Druckwellen, taktile chemische Prozesse. Das Gehirn "sieht" nicht, "hört" nicht, "fühlt" nicht. Dass diese Signale im Gehirn auf verschiedenen Wegen ankommen, reicht zur Erklärung nicht aus. Das Gehirn ist eine Blackbox mit Input-Kanälen. Wie könnte das Gehirn überhaupt auf die Idee kommen, diese Tick-Tick-Ticks hätten eine visuelle oder akustische Bedeutung? Und warum wird daraus ausgerechnet ein subjektiv empfundenes Bild mit wunderbaren Nuancen und einer großartigen Farbpalette konstruiert? Und denken in dem Sinn, wie wir Menschen das verstehen, tut das Gehirn auch nicht. Von der Frage nach dem Bewusstsein mal ganz abgesehen. Das ist mit dem vergleichbar, wie ein Computer einen Datenstrom in Form von Bits bekommt ein Bild ist JPG-Bit-Datenstrom, ein Film ist eine WMV-Bitfolge, ein Lied oder ein Vortrag (total verschieden verarbeitet und empfunden) eine MP3-Bitsammlung. Und daraus werden Bilder, Filme, Musikstücke und sinnhaltige Sprache konstruiert sowohl im PC als auch im Gehirn. Und beide konstruieren sich ihre individuelle Wirklichkeit. Der PC tut das auch noch ohne Verständnis, was da wirklich passiert, er kommt niemals aus sich heraus auf die Idee, ein Bild auf den Schirm zu werfen. Er braucht dazu einen Programmierer, der ihm solches anweist. Ebenso muss die Idee, aus den Sinnes-Signalen ein Bild zu machen, von einer geistigen Quelle kommen wenn überhaupt der wirkliche Vorgang in dieser Reihenfolge und mit diesen Ingredienzien geschieht.

Wir wissen deshalb gar nicht, wie die Wirklichkeit "da draußen" aussieht. Ja, genau genommen, wissen wir noch nicht einmal, ob es eine Wirklichkeit "da draußen" gibt. Es ist sowohl vorstellbar, dass unser Gehirn in einer physiologischen Nährlösung schwimmt und elektro-chemische Impulse, mit denen es traktiert wird, als Wahrnehmungen missdeutet (Stanislaw Lem mit der Figur "Professor Corcoran" in "Die Sternetagebücher des Weltraumfahrers Ijon Tichy"). Es ist vorstellbar, dass wir in einer Computer-Simulation leben - siehe die Filmtrilogie Matrix oder die Überlegungen des britischen Mathematikers und Philosophen Nick Bostrum von der Universität Oxford, der es für 20% wahrscheinlich hält, dass wir in der Simulation einer technisch höheren Alien-Zivilisation leben. Es ist vorstellbar, dass wir nur göttliche Projektionen empfangen (Harun Yahya: "Das Geheimnis jenseits der Materie"). Es ist vorstellbar, dass nicht wir in einer Welt leben, sondern die Welt nur in unserem Gehirn existiert (von Foerster, diverse Bücher), bzw. in unserer Seele (Hans-Joachim Heyer (HJH), siehe seine Homepage "Schule der Lebenskunst"). Oder sogar die Überlegung, dass ICH der Einzige bin, der Bewusstsein erlebt, der die Wirklichkeit und alle Lebewesen darin erschafft oder zumindest in meinem Bewusstsein (und nur dort) bewahrt, ICH und Welt ist hier gleichzusetzen (Philosophische Idee des Solipsismus). Gibt es noch andere Lösungen für die Fragestellung, ob es eine Wirklichkeit da draußen gibt?

Bei dem Radikalen Konstruktivismus ist mit einem Mal die ganze objektiv-materielle Welt verschwunden, bzw. sie hat es nie gegeben, sie war eine große Illusion, Maya eben. Manche Anhänger dieser Auffassung meinen, es sei damit jegliche gemeinsame Wirklichkeitsbasis verschwunden. Wie aber können dann die Menschen sinnvoll und situationsgegeben miteinander kommunizieren? Gegner des Radikalen Konstruktivismus sehen diesen Schwachpunkt meist sofort, Anhänger der extremen Form schweigen meist dazu. Jedenfalls meinen sie: das, was die Wissenschaften betreiben, ist ein Etikettenschwindel, denn auch die Wissenschaft kann nicht beweisen, dass es das Untersuchte überhaupt gibt, sie ignoriert ihre philosophischen, epistemologischen Grundlagen und stellt Objektivität als etwas wirklich Gegebenes dar, als etwas, was auch ohne Menschen existent sei. Aber:


"Objektivität ist die Wahnvorstellung,
Beobachtungen könnten ohne einen Beobachter gemacht werden"
(Heinz von Foerster)

 

Diese Feststellung ist ein ganz wichtiger Punkt: Objektivität ist ohne Beobachter nicht haben und Beobachter sind subjektiv, und sie können einander nicht wirklich offenbaren, was ihr inneres Erleben ist, sie bräuchten dazu als Basis eine Objektivität, deren Existenz sie voraussetzen, aber nicht beweisen können. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Wie schon dargelegt, ist es vernünftig eine gemeinsame Wirklichkeitsbasis anzunehmen. Was ist die gemeinsame Wirklichkeitsbasis? Etwas Materielles, das bestehen bleibt, auch wenn überhaupt keine Beobachter gibt? Das ist eine Spekulation, gegen die vieles spricht. Aber wir sprechen hier auch nicht von der "Radikalen Isolation", sondern von einer Konstruktion, und etwas Konstruiertes muss nicht allein für mich Geltung haben, sondern kann auch ein Gemeinschaftswerk sein oder von jemanden bestimmt worden sein, der mächtiger ist und dem wir uns unterordnen müssen. Beispielsweise ist ein Gesetz von wenigen oder gar einem einzelnen Menschen konstruiert, aber viele müssen sich ihm unterordnen. Kann man so auch die Natur-Gesetze verstehen? Auf die Frage nach der Wirklichkeitsbasis komme ich später nochmals zurück.


Die Rolle des Gehirns im Konstruktivismus

 

Die meisten Befürworter und Propagatoren des Konstruktivismus sind in Bezug auf unsere wirkliche menschliche Natur nur halbherzig, denn sie halten sie für biologisch. Für sie spielt immer noch das Gehirn die ausschlaggebende Rolle. Sie meinen, die Evolution hat unser Gehirn so ausgebildet, dass es sich zumindest in der Wirklichkeit (wie auch immer die geartet ist) gut zurechtfinden kann. Gerhard Roth ("Das Gehirn und seine Wirklichkeit") sieht das so: Zwar muss die Erkenntnis, dass unser Gehirn keine Ahnung von der Wirklichkeit hat, auch auf das "kognitive Gehirn" bezogen werden, aber dahinter wirkt in Realität ein "Reales Gehirn", welches zwar die Wirklichkeit konstruiert, aber das und das ist der Clou der Selbstaustrickserei so gut vollbringt, dass diese Konstruktion ein gutes und getreues Abbild der Realität darstellt. Also bleibt alles beim Alten: Unsere biologische Natur und die Darwinsche Evolution, unser Denken und unsere Wissenschaft und die Unmöglichkeit eines freien Willens. Meines Erachtens darf man Leute wie Gerhard Roth (und Maturana und Varela) gar nicht dem Radikalen Konstruktivismus zuordnen. Der aktuelle spirituelle Kultfilm "What the Bleep do we (k)now?" ist leider geradezu auf die dominante Rolle unseres Gehirns und seiner biochemischen Stoffe fixiert. Er vermittelt ein Modell von der Wirklichkeit, das spirituelle Schlagworte und "gesicherte" neurologische Erkenntnisse vermischt und verbrämt. Meines Erachtens ein Zerrbild, das gemäß dem vorherrschenden Paradigma der materialistischen Wissenschaft konstruiert wurde, aber nicht radikal genug ist.

Von Foerster, von Glaserfeld, Watzlawick sind hier schon deutlich konsequenter: Sie sagen im Wesentlichen, dass wir keine Aussage über die "Wirklichkeit da draußen" machen können. Vielleicht gibt es eine solche, vielleicht auch nicht. All unsere Vorstellungen darüber sind Menschenwerk. Objektivität ist hier grundsätzlich nicht möglich. Das Genaueste, was wir noch von der Wirklichkeit sagen können, ist, dass unsere Vorstellungen "passend" sind. Das ist nicht im Sinne eines Abbilds gemeint, sondern ebenso (Beispiel von BZ) wie eine Steuerklärung zu einer Person passt (aber nicht viel über den wirklichen Reichtum und das tatsächliche Einkommen eines Menschen sagt, auch wissen wir nicht, ob sie steuerlich korrekt ist, d.h. ob sie ein richtiges Abbild der persönlichen Verhältnisse widergibt), so passen wissenschaftliche Erkenntnisse, sie sind praxisbezogen okay aber wie gut sie die Wirklichkeit wiedergeben, wissen wir nicht. In den Büchern von Heinz von Foerster kann man erspüren, wie er auch jede noch so "gesicherte" Erkenntnis hinterfragt und sie als von Menschen konstruiert entlarvt.

Von den Personen, die sich dem Radikalen Konstruktivismus zugehörig fühlen lassen wir mal die Ansichten gewisser spiritueller Meister beiseite, die ihre Einsichten anders benennen äußert sich Hans-Joachim Heyer am eindeutigsten zum Gehirn. Wenn wir unsere Außenwelt im "kognitiven Gehirn" konstruieren, dann gilt das nicht nur für die Art und Weise wie wir einen Apfel sehen, fühlen, riechen, schmecken, sondern auch für alle wissenschaftlichen Beobachtungen, denn diese werden auch über Sinnesdaten vermittelt entweder durch direkte oder durch indirekte Beobachtungen, d.h. entweder sofort durch unsere Sinne oder über den Umweg von Messungen und Untersuchungen. Alle "wissenschaftlich objektiven" Informationen werden über die Sinne eingeschleust, in unserem Geist verarbeitet und unterliegen damit wiederum der Konstruktion des kognitiven Gehirns. Und schließlich muss diese konstruierende Sichtweise auch auf unser Gehirn bezogen werden. Wie wir uns vorstellen, dass unser Gehirn aufgebaut sei und funktioniere, ist auch nur eine Konstruktion. Gerade wenn wir die wissenschaftlichen Methoden als Basis nehmen, stellt es sich heraus, dass wenn sie auf das angeblich gesicherte Wissen vom Gehirn bezogen werden, die Sicherheit nicht mehr gegeben ist, sondern auch sie ist konstruiert. Damit hat die neurologische Wissenschaft sich selbst als objektive Wissenschaft widerlegt. Bei Gerhard Roth ist das "reale Gehirn", das alles hervorbringt so real wie wir es alltäglich zu kennen meinen, also biologisch-materiell.

Auch für HJH gibt es so etwas wie ein "reales Gehirn", aber das ist uns besser unter dem gängigen Namen Seele bekannt. Und die Seele konstruiert unsere ganze Wirklichkeit, und das womöglich bei jedem individuell wer weiß? Weiter schreibt er: "Die eigentliche Leistung der Konstruktivisten war nun die, zu erkennen, dass auch das materielle Gehirn nicht das eigentliche Denkorgan ist, sondern bloß das Abbild, das materiell manifestierte Modell des Gehirns von sich selbst. Wir sind demnach ein unsichtbares, reales Gehirn, bzw. ein realer Geist (oder Seele), der sich eine physikalische Welt mit einem physikalischen Gehirn konstruiert hat."

Eine Nebenbemerkung zu den Worten Wirklichkeit und Realität: Hier muss man achtgeben, was der jeweilige Autor mit diesen Begriffen meint. Bei Roth und Heyer ist das Vordergründige die (kognitive) Wirklichkeit und das Dahinterstehende das "reale" Gehirn. Bei von Foerster und seinen Kollegen bezeichnet aber Wirklichkeit, das, was wir nicht sinnlich wahrnehmen (können).


Über den Radikalen Konstruktivismus hinaus

 

Nach der Vorstellung von HJ Heyer sind die Seelen die eigentlichen Akteure, die die Welt konstruieren. Sie selbst stehen außerhalb dieser Konstruktion, sie sind real, sind aber in einem Raum angeordnet, der jenseits unserer Vorstellungen liegt, der vielleicht sogar transzendent ist. Jedenfalls haben wir auf menschlicher Ebene keinerlei Chancen, etwas über die reale Struktur der Seelen und über die Realität auf ihrer Ebene auszusagen, weil alles, was wir "ersinnen" können, ein Produkt der Seele ist, nämlich der Output aus der Blackbox Seele. Was von der Seele ausgehend auf der Ebene unserer Alltagswirklichkeit ankommt, ist nun eine umfassende Konstruktion, eine Einbildung im besten Sinn, etwas Unwirkliches wie ein Traumgebilde. Und daraus folgt, dass nicht wir in der Welt leben, sondern die Welt in uns ist. Wir kreieren Raum und Zeit und nehmen diese Dimensionen als Hülle, als generelles Konstrukt mit uns mit. Das bedeutet aber auch, dass wenn ich die Augen schließe, der Raum um mich herum wirklich weg ist, dass erst nach dem Schlaf mit dem Aufwachen die Welt wieder entsteht (war's überhaupt ein Schlaf oder nur die nachträgliche Vorstellung, man hätte geschlafen?). Diese Auffassung ist wirklich abgrundtief radikal. Könnte man radikaler sein, als die ganze Welt, das riesige und unvorstellbare Universum, mit einem Augenzwinkern für null und nichtig zu erklären? Meiner Meinung nach ist diese radikale Ausprägung nicht korrekt, aber korrekt ist, dass wir uns die Realität in radikaler Weise konstruieren.

Die Seelen haben nach der Vermutung von HJH auch keine direkte Kommunikation miteinander, sie sind im transzendenten Raum gewissermaßen isoliert. Hier ergibt sich aber das Problem des Solipsismus, und dieses Problem wird sowohl von Heinz von Foerster als auch von HJH erörtert. Ein Solipsist hat die Vorstellung, dass nur ein einziges, bewusstes Wesen/Subjekt überhaupt existiert und er, der Solipsist, dieses einzige Wesen sei. Seine einzigartige Welt ist individuell, unteilbar, und andere Wesen sind nur seine Einbildung so wie meine nächtlichen Traumgestalten meine Einbildung sind und keine eigenes Bewusstsein haben. Wie die allermeisten Philosophen heutzutage lehnen auch von Foerster und HJH den Solipsismus ab und von Foerster glaubt sogar, ihn widerlegen zu können. Um das zu tun, zieht von Foerster das Relativitätsprinzip heran, welches besagt, dass wenn etwas für A gelte UND auch für B gelte, es dann für beide gleichermaßen Gültigkeit haben müsse. Ein Geo-zentrisches UND ein Venus-zentrisches Weltbild ist demzufolge nicht korrekt. Soweit ist das Prinzip richtig angewandt, aber daraus zu folgern wie von Foerster es tut , dass Erd- und Venusbewohner gleichermaßen ihrem Weltbild abschwören müssen, ist inkorrekt. In Bezug auf die Menschen argumentiert von Foerster nun so: "Ein Mensch, der solipsistisch denkt, trifft auf einen anderen, der die gleiche Auffassung vertritt." ("Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners", S.27) Das ist nach dem Relativitätsprinzip nicht möglich, also sei der Solipsismus in beiden Fällen nicht möglich. Mich wundert sehr, dass dieser Philosoph und Wissenschaftler hier nicht erkennt, welchem Trugschluss er bei einer solchen Argumentation erliegt. Damit will ich nicht sagen, dass ich Anhänger des Solipsismus bin, sondern nur, dass dieser mit solchen Argumenten nicht widerlegt wird. Außerdem erklärt von Foerster leider auch nicht da er die Frage nach einer objektiven Außenwelt offen lässt , wie die vielfach erfundenen Wirklichkeiten der Personen A, B, C, à miteinander kommunizieren können.

Wenn wirklich jeder seine eigene Wirklichkeit kreiert wofür, wie wir gesehen haben, vieles spricht , und wenn es viele Wesen geben soll, die eigenständig sind und Bewusstsein und Wahrnehmungen haben, dann muss erklärt werden, wieso diese Wesen, also insbesondere wir Menschen, auf so erstaunlich gute Weise und in den konkreten Dingen meist ohne Missverständnisse miteinander kommunizieren können, wieso die Wissenschaften im Großen und Ganzen immer wieder auf die gleichen oder sehr ähnlichen, reproduzierbaren Ergebnisse und den Schlussfolgerungen daraus kommen können. Diesbezüglich hat HJH etwas weiter nachgedacht. Ohne Solipsismus gilt der Radikalen Konstruktivismus, den er für sich in Anspruch nimmt, auch für jeden anderen. Auch wenn die Seelen dann nicht direkt miteinander kommunizieren können, so würden aufgrund des Resonanzprinzips adäquate Vorstellungen der einen Seele auch in der anderen Seele entstehen und dadurch eine indirekte Kommunikation bewirken. Ob wirklich das Resonanzprinzip im transzendenten Raum gilt, ist für mich eine unbewiesene Annahme, auch wenn man argumentieren kann, dass, wenn man dieses Prinzip auf der irdischen Ebene (die ja konstruiert ist) finden kann, dann wird es auch als 'platonische Idee' schon a priori vorhanden sein. Die Erklärungen bei HJH mit Hilfe des Resonanzprinzips befriedigen mich nicht. Dazu ist die Kommunikation zwischen den Menschen viel zu komplex, ist die Übereinstimmung der wissenschaftlichen Ergebnisse viel zu vielschichtig. Vielleicht müsste man die Heyer'schen Überlegungen sogar als eine Variante des Solipsismus betrachten: Ein multipler Solipsismus, bei dem die Seelen in ihrer eigenen, abgeschlossenen Welt isoliert sind, nur verbunden durch allumfassende Resonanz.


Das All-Bewusstsein

 

Welche Lösungen gibt es ganz allgemein für das Kommunikationsproblem?

  Materielle, objektive Welt: Gegen diese herkömmliche Auffassung, gegen den naiven Realismus, sprechen zu viele Punkte.

  Solipsismus: Das empfinde ich inakzeptabel, auch wenn kein Philosoph eine Widerlegung bietet.

  Simulation unserer Welt durch höhere Macht à la Matrix: Das ist eine reine Spekulation und hier hätten wir das Problem nur auf eine Metaebene verlagert.

  Vielweltentheorie, die jedem Wesen erlaubt, in seine individuelle Wirklichkeit zu verzweigen: Als Theorie ganz nett, aber unbeweisbar und deswegen höchst spekulativ. Und hier stellt sich die Frage, warum ich gerade in dieser einen Welt gelandet bin, in der ich jetzt festsitze. Und was empfinden und tun meine abgezweigten Iche, die ein gleich reales Dasein erleben sollen. (Siehe 'Der Wahnwitz der modernen Kosmologie')

  Isolation aller Seelen: Denkbar ist, dass eine stattfinde Kommunikation und deren genaue Inhalte in Wirklichkeit auch nur eine Einbildung, eine Konstruktion des jeweiligen Wesens ist. Beispiel: Nach meiner Vorstellung spreche ich mit meinem Freund über das letzte Fußballspiel, während er in seiner Konstruktion sich mit mir über alt-chinesische Lyrik unterhält. Und beide meinen, der jeweils andere würde wirklich Stellung nehmen. Wirkliche Kommunikation fände so nicht statt und auch das wäre ein verbrämter Solipsismus.

  Resonanzprinzip à la HJH: Das kommt mir vor, als wolle man in abgeschirmten Räumen durch bloßes Lauschen feststellen können, welche Worte jemand nebenan schreibt.

  Projektionen Gottes à la Harun Yahya (siehe die diesbezüglichen Websites): Das scheint mir konsistent zu sein, hätte aber diverse Nachteile wie fehlende Individualität und gar nicht vorhandene Willensfreiheit.

  Übereinkunft der geistigen Wesen: Diese mögliche Lösung bedeutet, dass wir Menschen, bzw. alle geistigen Wesen in einer Art Generalbeschluss und in einem gemeinsamen schöpferischen Vorstellungsakt eine Übereinkunft geschaffen haben, wie die Wirklichkeit beschaffen sein soll (L. Kin "Gott & Co"). Das wäre vermutlich vor Urzeiten geschehen und als ein neues kosmisches Spiel (Lila) zu begreifen, bei dem wir dann uns selbst immer mehr in materielle Bereiche verstrickt haben (Fall der Menschheit). Oder wir haben gar bewusst eine Ausklammerung gewisser Erkenntnisse und Möglichkeiten der Gestaltung des Daseins vorgenommen, denn ein Spiel macht nur dann Spaß, wenn es dabei Ziele und Hindernisse, Bekanntes und Unbekanntes gibt. Bei dieser Variante würde Objektivität dadurch gewahrt werden, dass sie durch die Teilbereiche darstellt wird, die der uranfänglichen Übereinkunft unterliegen (wobei diese auch irgendwann einmal Konstruktionen waren). Auch gewisse persönliche, in Äonen vergrabene, Erfahrungen von mir ("Ring-Konferenz" von Milliarden Wesen) deuten in diese Richtung.

  Teilhaftigkeit an einem höheren Bewusstsein: Bei dieser Betrachtung ergibt sich ein etwas anderer Schwerpunkt, nämlich dass unser ganzes Sein durch und in einem All-Bewusstsein zu begreifen ist. Wir schwimmen alle im Meer dieses Bewusstseins, und auch alle Außerirdische, auch die Tiere, auch die Pflanzen, auch die sogenannte unbelebte Materie. In diesem Bewusstsein gibt es verschiedene Grade von Durchdringung und von gegenseitiger Teilhabe. Ein kosmischer, personifizierter Gott würde so gesehen alles umfassen, eine Gruppenseele vielleicht tausend oder zehntausend Individuen (Fischschwarm, Vogelschar, Ameisenkolonie), oder eine Seele könnte multipel und womöglich im übergeordneten Sinn gleichzeitig zu verschiedenen Zeiten inkarniert sein (Jane Roberts: "Gespräche mit Seth"), oder ein Mensch mag "nur" untergeordnete Persönlichkeiten beherbergen (multiple Persönlichkeit), die ab und zu mal auftauchen und Vorherrschaft wollen. Es könnte dann auch etwas geben wie ein bewusstes Landes-Wesen, wie eine umfassende Menschheitsseele, und darüber hinaus das globale Wesen Gaia, das Mensch-, Tier-, Pflanzen- und Mineralreich der Erde umfasst.

Diese Vorstellung wird in ihren Grundzügen in dem Buch "Die Entstehung der Realität, S.211 ff" von Jörg Starkmuth beschrieben. Ich verknüpfe hier seine Ideen mit dem Radikalen Konstruktivismus. Auf allen Ebenen findet demnach eine kreative, intelligente Konstruktion der Wirklichkeit statt. Diese Kreationen sind mehr oder weniger stabil, haben mehr oder weniger Reichweite und Zeitdauer. Wenn ein Galaxie-Wesen etwas als Wirklichkeit konstruiert, dann hat dies quasi eine gesetzgebende Funktion für einen Raum von hunderttausenden Lichtjahren. Die auf dieser Ebene solchermaßen kreierte Wirklichkeit empfinden wir Menschenwesen als ein stabiles Naturgesetz, das wir dann entdecken können, obwohl wir damit "nur" ein fast universales Postulat eines höheren Wesens aufspüren. Aber da dieses Gesetz für alle untergeordneten Geistwesen, also auch die Menschen gilt, wäre es für die Menschheit objektiv, für das Galaxie-Wesen aber eine Konstruktion. Und wenn der irdische Zeitgeist der einem höheren Wesen zuzuordnen ist sich ändert, dann ändern sich die untergeordneten Vorstellungen von Millionen Menschen. Auf unserer individuellen, menschlichen Ebene sind wir bei diesem Weltaufbau weiterhin die Schöpfer unserer (kleinen) Wirklichkeit. Wir machen nichts anderes als schon im Kosmos vor sich geht, aber wir machen das in einem kleineren Rahmen als unsere kosmischen Altvorderen. Und wenn wir auf unserer Ebene unsere geistige Einstellung ändern, dann ändert sich unsere individuelle Welt, obwohl gewisse Rahmenbedingungen bleiben. Diese Vorstellung würde auch verständlich machen, was passiert, wenn sich das Bewusstsein bei einer Erleuchtung erweitert. Man steigt in Richtung Gruppenbewusstsein auf, das man gemäß Neo-Advaita hier schließt sich fast der Kreis sowieso schon immer gewesen ist.

Die beiden hier zuletzt vorgestellten Ideen 'kosmisches Spiel und Übereinkunft' einerseits und 'Teilhaftigkeit an einem größeren Wesen' andererseits schließen einander nicht aus, sondern sie lassen sich gut miteinander verbinden. Zum Beispiel kann irgendwann nach der Vereinbarung der kosmischen Spielregeln alle oder ein Teil der gesetzgebenden Wesen zu einer höheren Einheit verschmelzen, die fürderhin als Stabilisator der Realität wirken sollte. Andere Wesen werden sich vielleicht nicht zu dieser größeren Einheit zusammengeschlossen haben und behielten die ganze Zeit wirklich ihre Individualität. Umgekehrt könnten aus diesem Überwesen sich irgendwann individuelle Abspaltungen ergeben haben oder Individuen könnten "dorthin aufsteigen", d.h. sich damit vereinigen es muss ja nicht immer gleich das Nirvana sein, in das eingegangen wird. In diesem Szenario wird es im Übrigen auch nicht so sein, dass wenn ich die Augen schließen, der Raum und all die darin befindlichen Konstruktionen verschwinden. Solange noch andere Lebewesen diese gemeinsame Konstruktionen aufrecht erhalten, werden sie bewahrt. Vielleicht haben sie sogar jenseits aller bewussten geistigen Wesen eine Eigenexistenz, weil diese Existenz ihnen geistig eingehaucht worden ist, sie also auch 'nur' Geist sind.

Für beide Lösungen und ihre Varianten brauchen wir das intelligente, schöpferische Bewusstsein als die Urkraft und die Ureigenschaft des Seins. Das Absolute, das Tao, das Brahman besitzt, wenn es beginnt manifest zu werden, eine inhärente, dreifaltige Eigenschaft, welche im Hinduismus "Sat-Chit-Ananda" genannt wird: Sein, Bewusstsein und Freude. Die Basis-Substanz des Universums ist nicht das Atom, sind nicht irgendwelche subatomaren Teilchen, auch nicht Wellen oder Energie, sondern ein ewiges Bewusstsein, dem es ab und zu Freude macht, zu existieren und zusammen mit Manifestationen seiner schöpferischen Kraft zu spielen.


Welch ein gigantischer Plan, welch ein kosmisches Spiel als Zeit-Vertreib !

 
Und wir sind mitten drin !




Stand: 20. Dez. 2010
Bitte nehmen Sie bei Interesse an den vorgestellten Themen Kontakt mit dem Verfasser dieser Zeilen auf.
Bodo Zinser, Tel.: 0821 / 543 943 74, Email: BodoZinser (at) Selbstgewahrsein.de




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